Zu sagen, dass es immer wieder das Gleiche sei, wollte Bremerhavens Trainer Torsten Wübbe nicht über die Lippen kommen.
Aber man sah ihm an, was er nach der 78:85-Niederlage seiner Mannschaft beim Vegesacker TV dachte.
Wie schon beim Spiel gegen die TuS Nenndorf beschäftigte sich sein Team mehr mit dem Gegner und den Schiedsrichtern,
als mit dem eigenen Spiel. "Wir haben uns zum Diskutieren hinreißen lassen", ärgerte sich Wübbe. "Das darf uns nicht
andauernd passieren."
Dabei begann das Spiel gut. Beim Stand von 21:19 nach zehn Minuten waren keine Vor- oder Nachteile zu erkennen. Beide
Mannschaften neutralisierten sich in ihren Offensiv- wie Defensivaktionen, blieben am Gegner dran. Die Seestädter
agierten dabei vielleicht sogar bereits etwas zu gefällig.
Doch mit einem Mal kam Hektik auf. Die Partie drohte zu kippen, Spieler wie Schiedsrichter ließen sich davon anstecken.
Wübbe: "Hier hätten wir ganz bewusst ruhiger bleiben müssen. Tempo rausnehmen, unser Spiel durchsetzen." Stattdessen
ließ man sich auf Diskussionen ein. Mit den Schiedsrichtern, die ihre klare Linie verloren, wie auch mit den Vegesackern,
die das Aufbrausen der Bremerhavener Spieler für sich zu nutzen wussten.
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Der Rückstand zur Pause betrug zwar nur acht Zähler (32:40, 20.), erschien aber noch aufholbar. Nur die rechte
Konzentration auf diese Aufgabe wollte sich nicht einstellen. Aus acht Punkten wurden nach dem dritten Viertel neun
(52:61, 30.) und auch Trainer Wübbe wurde langsam hektisch. Das letzte Aufbäumen verhinderte zwar, dass Vegesack weiter
davon ziehen konnte, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden.
Bremerhavens Trainer wusste in der Folge auch nicht so recht, ob und wem er diese Niederlage zurechnen sollte: "Wir
haben nicht mehr unseren Rhythmus gefunden, was ärgerlich ist, da wir wissen, was wir können. Wir müssen lernen und
akzeptieren, dass in der Bezirksoberliga ein anderer Wind weht, was die Körperlichkeit des Spiels betrifft, damit wir
nicht immer wieder dafür anfällig werden. Kühlen Kopf zu bewahren, wenn es heiß wird, ist die große Lektion, die wir
in dieser Saison zu lernen haben. Wenn das gelingt, müssen wir uns um Spiele wie heute nicht mehr sorgen."
Die BSG spielte mit: Thomas Becker, André Blazic-Arndt (19 - ein Dreier), Frank Jacobsen, Markus Joachim (3),
Semin Kocan (6), Sven Kujovic (7), Thomas Lahrs (30), Sven Lühring (10 - zwei Dreier), Eicko Meinert, Werner Schoenfeldt
und Marvin Schomburg (3 |