2. Regionalliga Herren West
Vom Platz an der Sonne aus lacht es sich am schönsten. Das weiß auch Bremerhavens Trainer "Dejo" Stojanovski. Der
83:62-Auswärtserfolg bei der SG Braunschweig II war der dritte Sieg im dritten Spiel. Und so fiel es dem BSG-Coach auch
leicht zu verzeihen, dass nicht alles rund lief.
"Wir haben den Auftakt ein wenig verschlafen und lange gebraucht, um unseren Spielfluss zu finden." - So begann
Stojanovski seine Analyse des zweiten Siegs in der Fremde in dieser Saison. Unnötige Ballverluste erschwerten seiner
jungen Mannschaft den Einstieg in die Partie. Die Konzentration war noch nicht bei allen vom Start weg da. Nicht so
jedoch bei Jonathan Malu. Mit seinen zehn Punkten im ersten Viertel und zwei Dreiern von Adrian Breitlauch hatte man
trotz der Startschwierigkeiten die Führung inne (25:19, 10.).
Im zweiten Viertel lief es dann noch besser. Stojanovski: "Unsere Defense hat sich immer besser auf das Braunschweiger
Spiel eingestellt und sehr gut gearbeitet." Die Belohnung war ein mit 22:10 souverän gewonnener Abschnitt und die klare
47:29-Halbzeitführung, ehe das Auftreten der Seestädter lax wurde, denn "it so einer hohen Führung im Rücken wird man
leicht unvorsichtig".
So begann man die zweite Hälfte zwar so, wie man es sich vorgenommen hatte, doch irgendwann riss der Faden. Braunschweig
trat aggressiver und Bremerhaven entspannter auf. "Die Jungs haben gedacht, dass alles von alleine so weiterlaufen würde.
Aber da hatten sie sich geirrt", ärgerte sich Stojanovski dann doch über das zwischenzeitliche Abschalten seiner Spieler,
die das dritte Viertel mit sechs Punkten weniger abgaben (62:50). |
Das Schlussviertel führten die Seestädter dann wieder aktiver. Aufmerksame Defense, gute Arbeit am Brett, schnelles
Umschalten bei Ballbesitz. Die ebenfalls junge Braunschweiger Mannschaft, die mit einer Vielzahl an Spielern aus der
Bundesliga Pro B antrat, fand darauf keine Antwort mehr und konnte sich nur noch geschlagen geben.
BSG-Trainer Stojanovskis abschließendes Fazit fiel dementsprechend mehr oder weniger zufrieden aus: "Es war sicherlich
nicht unser bestes Spiel, aber am Ende zählen die Punkte. Den Gegner mit unserer Defense auf 62 Punkte gehalten zu haben
ist wiederum eine ausgezeichnete Leistung. Das muss unser Ziel und unsere Philosophie sein: Nicht einfach versuchen mehr
Punkte als der Gegner zu erzielen, sondern diesen weniger Punkte machen zu lassen, als wir."
Die BSG spielte mit: Helge Baues (9), Adrian Breitlauch (16 - fünf Dreier), Dominik Breitschuh (4), Bazoumana Kante (9),
Jonathan Malu (17), Maurice Pluskota (16), Diego Celestino Preval Alvarez (6), Moritz Thomany, Nick Tienarend (6) und
Sergej Tittel. |