WETTE GEWONNEN - WIR HABEN ES

Leherheide. Am Anfang stand Skepsis. Werden sich genügend Teilnehmer für die Stadtteil-Wette finden, fragte sich Peter Skusa, Vorsitzender des SFL in Leherheide. 150 Purzelbäume waren der Wetteinsatz des Sportvereins. 269 sind es am Schluss geworden.

Von Gert-Ulrich Hensellek

Als die Wette mit der NORDSEE-ZEITUNG verabredet wurde, ahnte keiner, dass das Wetter so bescheiden ausfallen würde. Als Austragungsort war die Turnhalle an der Karl-Marx-Schule ausgeguckt worden. "Da wusste ja niemand, dass an diesem Tag schulfrei sein wird", meinte Skusa.

Aber der Vereinsvorstand hatte die Aktion gründlich vorbereitet. Per Telefonkette wurde gestern noch einmal verbreitet, dass die Wette auf jeden Fall stattfinden werde. Kurz vor dem Termin um 17 Uhr drängten sich knapp 300 potenzielle Purzelbaumschläger vor den Umkleidekabinen.

Reichlich eng wurde es in der Turnhalle der Karl-Marx-Schule, als die Wette um 17 Uhr begann. 269 Aktive traten zum Purzelbaum an. In der Halle lockten besonders die kleinen Besucher jede Menge Sportgeräte, um erst gar keine Langeweile aufkommen zu lassen. Mittlerweile war der Vereinschef felsenfest davon überzeugt, dass der Verein die Wette stemmen würde.
Schon dachte er laut über die Verwendung der 500 Euro nach, die als Wetteinsatz von der NZ versprochen worden waren. "Wir werden das Geld für ein Jugend-Turnfest im Mai einsetzen, zu dem wir die Kinder mehrerer kooperierender Schulen und Kindergärten aus dem Stadtteil eingeladen haben." Das Ganze firmiere unter der Slogan "Fit wie ein Turnschuh", eine Aktion des Deutschen Turnerbundes, durch die Kinder zu einer bewussten Ernährung und viel Bewegung animiert werden sollten.

Auf vier Bahnen parallel

Als Wettzeugen hatte die NZ Björn Schäfer geschickt, im Verlag zuständig für das Marketing. Als der Startschuss fiel, wurde gleich auf vier Bahnen parallel gepurzelt. Von Mia-Katharina, mit vier Jahren eine der jüngsten Teilnehmerinnen bis hin zum Ehrenvorsitzenden des SFL, Manfred Pleines (69), gab es Rollen vorwärts in allen Altersgruppen.

"Wenn der Verein ruft, dann kommt man doch gerne", beschrieb Birgit Lehnacker ihre Motivation für die Teilnahme. "Wir wohnen hier im Stadtteil, da muss man sich auch engagieren", meinte Daniela Berszin. Am Schluss wurden als "amtliches Endergebnis" 269 Purzelbäume vermeldet, die binnen 20 Minuten geschlagen worden waren. Als Schäfer für die NZ die Siegerurkunde mit dem Scheck überreichte, ließen Skusa und sein Stellvertreter Frank Schildt keine Zweifel aufkommen, dass sie felsenfest davon überzeugt waren, genügend Teilnehmer zu finden.